Dinkel Abwägung

Dinkel

Informationen über das Urgetreide

Kraft aus dem Urgetreide

Dinkel ist eine der ersten Getreidesorten, mit deren Anbau der Mensch begonnen hat. Dinkel verfügt über viele hervorragende nahrhafte Eigenschaften, u. a. den Ballaststoff- und den Proteingehalt und dass er sich für viele Menschen mit empfindlichem Magen eignet. Dinkel kann vielseitig zum Backen und Kochen verwendet werden. Der Geschmack des Dinkels ist ausgezeichnet, köstlich und vielleicht ein wenig nussig.

Die Geschichte des Dinkels

Dinkel (Triticumspelta) ist eine alte Getreidesorte, die mit dem Weizen verwandt ist. Die ältesten archäologischen Beweise fürden Dinkel liegen ca. 9000 Jahre in der Vergangenheit. Es wird angenommen, dass der Dinkel entweder aus Vorderasien oder aus dem Gebiet Südosteuropa - Nahe rOsten stammt. Der Dinkel war in vielen Orten in Europa spätestens im Spätneolithikum bekannt. In der Bronzezeit verbreitete sich der Dinkelanbau auf größere Gebiete, in der Eisenzeit war der Dinkel in vielen Orten eines der wichtigsten Brotgetreide in Mitteleuropa.

Die griechischen Sportler der Antike bevorzugten den Dinkel und für die Römerder Antike bildete der Dinkel die Grundlage der Ernährung. Ein aus gemahlenen Dinkelkörnern und Wasser gebrühter dicker Brei, „puls“, war eines der ältesten Grundnahrungsmittel der Römer. Man glaubte, dass die römische Göttin der Fruchtbarkeit, Ceres, von allen Getreidesorten gerade zum Dinkel eine ganz besondere Beziehung hatte. Der Dinkel spielte auch eine wichtige Rolle bei den Festen der Römer. Die wichtigste und feierlichste Form der römischen Ehe war die Confarreatio. Zu dieser Hochzeitszeremonie gehörte, dass die Eheleute aufeinem Vlies sitzend gemeinsam in Gegenwart des Flamen Dialis (der Hohepriesterdes Jupiters), des Pontifex Maximus (der ranghöchste Priester im altrömischen Götterkult) und von zehn Zeugen ein aus Dinkel gebackenes Brot genossen. Diese Ehe war im Prinzip unauflöslich.

Die ältesten Beweise für den Anbau von Dinkel in Finnland wurden im 4. Jahrhundert n. Chr. in der Region Salo gefunden, d. h. in denselben Gegenden, wo sich die Farm Birkkala befindet. Dinkel war in Europa noch im Mittelaltereine weitverbreitete Kulturpflanze, aber im Laufe der Neuzeit, spätestens mit der Industrialisierung, musste er den ertragreicheren und einfacher zu handhabenden Getreidesorten weichen. Den noch blieb die Anbautradition u. a. inder Gebirgslandschaft Deutschlands erhalten, wo der Dinkel als eine Pflanze, der ein karger Boden genügt, erfolgreich gedeiht. Aus Deutschland bekamen wirauch das Saatgut, als wir vor über zwanzig Jahren mit dem Anbau von Dinkel begannen.

Mit dem Dinkel sind seit jeher viele Geschichten in Verbindung gebracht worden. Es wird erzählt, dass die Armee des Römischen Reiches mit der Kraft des Dinkels marschiert sei, und im 12. Jahrhundert pries die Benediktinernonne Hildegard von Bingen den Dinkel bezüglich des Nährstoffgehalts als das optimale Getreide, das heilend auf alle Krankheiten wirke, sogar gegen Depressionen.

Quellen, die die Geschichte des Dinkels behandeln

Castren, Paavo 2011,
Uusi antiikin historia, Otava, Helsinki.

Hersch, Karen K. 2010,
The Roman Wedding - Ritual and Meaning in Antiquity. Cambridge University Press.

Hirschfelder, G. 2001,
Europäische Esskultur : eine Geschichte der Ernährung von der Steinzeit bis heute, Campus New York, Frankfurt.

Hänninen, M. & Kahlos, M. 2004, Roomalaista arkea ja juhlaa, Suomalaisen Kirjallisuuden Seura, Helsinki.

Rasila, V., Jutikkala, E. & Mäkelä-Alitalo, A. 2003,
Suomen maatalouden historia, Suomalaisen Kirjallisuuden Seura, Helsinki.

Gesundheit aus Dinkel

Vollkorndinkel enthält viele Ballaststoffe. Er enthält auch Zink, Phosphor und Thiamin (Vitamin B1), welche Dinkel Studien zufolge etwas mehr zu enthalten scheint als Weizen. Der Dinkel verfügt dazu über eine interessante Eigenschaft: Seine Körner werden besonders eng von der äußeren Hülle umschlossen. Die Körner auszulösen ist eine eigene Aufgabe vor dem Mahlen, mit einer dafür vorgesehenen Vorrichtung. Die dichte Außenhülle schützt die Körner vor mechanischer Beschädigung und vielleicht sogar vor Unreinheiten der Umwelt.

Nährstoffgehalt (100 g)

Energie
Fett
davon gesättigte Fettsäuren
einfach ungesättigte Fettsäuren
mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Kohlenhydrate
davon Zucker  
Ballaststoffe
Protein
Natrium

Energiaa - 320 kcal/1330 kJ
Rasvaa - 2,6 g
josta tyydyttyneitä rasvahappoja - 0,4 g
kertatyydyttymättömiä rasvahappoja - 0,4 g
monityydyttymättömiä rasvahappoja - 1,1 g
Hiilihydraatteja - 59 g
josta sokereita - 2,7 g
Ravintokuitua - 10 g
Proteiinia - 15 g
Natriumia - 0,002 g

320 kcal/1330 kJ
2,6 g
0,4 g

0,4 g

1,1 g
59 g
2,7 g
10 g
15 g
0,002 g

FODMAP

Im Vergleich zu Weizen ist der Proteingehalt von Dinkel bemerkenswert groß. Laut einer in Australien durchgeführten Studie enthält Dinkel von bestimmten kurzkettigen Kohlenhydraten (sog. FODMAP-Kohlenhydraten), die bei einem Teil der Menschen nach dem Essen einen aufgeblähten Bauch und Bauchschmerzen verursachen können, weniger als andere Getreidesorten. Die Forscher erklärten, dass die andersartige Zusammensetzung der Kohlenhydrate des Dinkels eine Erklärung dafür sein könnte, warum viele Personen, die von anderen Getreidesorten Magenbeschwerden bekommen, Dinkel ohne Blähungen und Schmerzen essen können.

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